Sabrina Steiner

Wer ist Sabrina Steiner?

 

Zu leben, um zu arbeiten. Das war lange Jahre mein unbewusstes Mantra. Bis ein plötzlicher Todesfall mein Leben von jetzt auf gleich auf den Kopf stellte. Seither rolle ich das Leben von hinten auf und blicke den wesentlichen Fragen direkt und offen ins Gesicht.

Als Visionärin, Autorin und Netzwerkerin stehe ich inzwischen für meinen ganz persönlichen Umgang mit Tabus,
besonders die zum Thema Tod.


Nebst dem starken Schmerz der Trauer, realisierte ich mein eigenes Sterben als logisch Konsequenz meines Lebens. Aus einem vagen Wissen wurde Gewissheit und diese Erkenntnis hat mich zutiefst verunsichert: Wenn ich lebe, werde ich sterben. Doch auch wenn ich es nicht tue, ereilt mich der Tod irgendwann unausweichlich. Meine Erfahrungen haben mich verändert, worüber ich sehr dankbar bin. Seither bezahle ich
als logische Konsequenz bewusst den Preis, meinem Herzen zu folgen.

 

Das Leben ist zu kurz, um sich von den eigenen Wünschen abzulenken.
 

Sterben gehört zum Leben. Darum ist es für mich absolut unerlässlich, den Tod und seine Gefährten in der Öffentlichkeit transparenter zu machen. Was wir kennen, dem können wir begegnen.  

2018 entschied ich mich, mein Wissen rund um (Online)-Marketing, Vernetzung und Sichtbarkeit zu nutzen, um Angebote rund um Trauer bekannter zu machen. 

Seither hat sich viel getan und meine Arbeit wird immer klarer. So führe ich heute mein eigenes Unternehmen, fertig. PR & mehr, bin Teammitglied von viaanima und biete der Endlichkeit sowie interessanten Menschen in meinen Büchern eine persönliche Plattform zur Sichtbarkeit. Als metaphorische Expertin im Sterben setze ich meine klaren Worte auf Bühnen, als Citizenpreneurin, bei Interviews und Gastartikeln sowie im direkten Austausch ein.

 

Mein Motto

Darüber sprechen statt schweigen. Hinsehen statt wegschauen. Miteinander statt einsam.

Sabrina Steiner

Was ist mein Antrieb?

Das Leben lernte mich bereits früh, mit Verlusten umzugehen. 2015 erwartete mich ein Jahr mit hoher Kumulation. Innert weniger Wochen war ich damit konfrontiert, meine Mutter, meinen Arbeitsplatz sowie meinen Grossvater zu verlieren. Ebenfalls kämpfte ich bereits länger mit meiner Gesundheit. Es war ein dunkles Jahr für mich und ich bezeichne mich selbst in dieser Zeit als „am Boden liegend“. 

Ein Jahr darauf erlebte mein Schwiegervater seine letzten Wochen, Tage und Stunden. In beiden Situationen waren ich und mein Umfeld komplett überfordert. Die Unmenge wertvoller Unterstützungsangebote waren uns komplett unbekannt.

Du könntest denken, dass es im Zeitalter des Internets ein Leichtes ist, sich die passende Hilfe herauszusuchen. Doch gerade in diesen Lebensphasen fällt das Naheliegende schwer und es ist wichtig, bereits frühzeitig – am Besten vor dem Fall der Fälle – zu wissen, welche Angebote und Kontaktpersonen zur Verfügung stehen und zu einem passen.

Mich persönlich bewog diese intensive Konfrontation mit dem Tod zum Fernstudium als Trauerbegleiterin. Bereits vor meiner Zeit als Projektleiterin und -koordinatorin durfte ich in meinen Jahren als Pharma-Assistentin und Bachblütenberaterin Menschen durch intensive Lebensphasen begleiten. Nun war es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und tiefer in die Themen Tod, Trauer und Sterben einzutauchen.

Diese Auseinandersetzung löste bei mir tiefe Unsicherheit und das Stellen wichtiger Lebensfragen aus. Dieses grosse gesellschaftliche Tabu türmte sich vor mir auf, wie eine grosse unüberwindbare Mauer. Was dahinter zum Vorschein kam, war jedoch durch diese Entmystifiezierung weder bedrohlich noch blockierend. Die Realisation meines befristeten Leben schenkte mir die Entdeckung unendlicher Chancen. 

Was macht mich aus?

Das Leben ist für mich das Beste. Leben, lieben, lachen – verbunden mit viel bewusstem Genuss, das prägt meinen Alltag heute. Verluste und Neuanfänge gehören für mich zum natürlichen Kreislauf dazu. Was keinesfalls bedeutet, dass es mir leicht fällt oder besondere Freude bereitet. Jedoch wäre ich ohne diese Lebensphasen kaum zu der Frau geworden, die ich heute bin. Und die mag ich inzwischen ausserordentlich gerne leiden. 

Dem Alltag und meinen Mitmenschen begegne ich mit Klarheit, Sanftheit und Präsenz. Neuen Schwung in bekannte Strukturen zu bringen und Perspektivwechsel aufzuzeigen, das zeichnet mich aus. In mir drin bin ich das kleine Kind von damals, das es liebt, schreibend durch die Welt zu reisen, in farbenfrohen Strickjacken vor knisterndem Feuer zu sitzen und spannende Geschichten zu lesen sowie zwischendurch immer wieder aus dem Fenster blickend das Leben zu beobachten.