Seite wählen

Ein Gastbeitrag von Diana Steiner,
Gründerin der Oxygóno GmbH

Bei Diana erlebst du Text- und Kreativberatung, die erstaunt, verblüfft und überzeugt. Texte (Fach- und Publikumsmedien), Web-Inhalte, Flyer-Ideen oder Produktbeschreibungen; nur wenn es wirkt, ist es gut genug.

 

 

Haben wir nicht immer die gleiche Situation? Diejenigen, die wissen wovon sie sprechen, fühlen sich angesprochen durch die klaren und für sie verständlichen Worte des Gegenübers. Diejenigen, denen das Thema neu oder fremd ist, fühlen sich durch die konkrete Ansprache befangen, überrollt, bevormundet oder zumindest unwohl.

 

Und hier schreibe ich nicht einmal von einem Thema so zerbrechlich wie der Tod. Wobei, warum nehmen wir an, der Tod sei ein fragiles Thema? Er ist. Er ist Tatsache, mehr als manches andere. Schwierig wird’s im Umgang mit ihm. Da fühlt sich mancher Mensch, als würde er mit heissen Kohlen jonglieren. Natürlich gibt es die, die keine Berührungsängste haben und auch die Fachleute, welche sich von Berufes wegen mit dem Thema beschäftigen. Die einen sind in der Unterzahl und die anderen sind eben die Profis. Daher braucht es die PR. Sie ist die Brücke. Die Brücke zu jenen, die sich nicht freiwillig mit Tod und Trauer befass(t)en und jetzt mit all den Erwartungen überfordert sind. Eine Brücke, die stark genug ist um die Fakten zu transportieren und doch so einladend, um den Menschen zu überzeugen, den ersten Schritt zu tun. Und überzeugt ist heutzutage jemand nur noch, wenn er „ein gutes Gefühl bei der Sache“ hat. Und dafür gibt es die PR.

 

PR = PR?

Wer glaubt, PR sei PR, weil Schreiben ja Schreiben ist, der irrt. Denn ein Texter kann über Dies und Das schreiben. Er kann auch zweimal über Dies und Das schreiben. Das Geheimnis der PR liegt wohl in der Übersetzung aus dem Englischen. Denn die heutige PR, also Public Relations – öffentliche Beziehungen – ist mehr als nur ein verfasster Text. Es ist eine Beziehung zwischen Schreiber und Leser. Produzent und User. Berater und Kunde. Zahlen und Fakten reichen heute bei weitem nicht mehr aus, um jemanden anzusprechen. Es sind die Emotionen und Geschichten, welche aus einem Text ein Erlebnis machen.

 

Wobei wir wieder beim „guten Gefühl“ sind. Nur, aufgrund der Lektüre eines Flyers, habe ich das Angebot zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht zwingend abrufbar im Gedächtnis. Wenn ich über verschiedene, mir schon vertraute Quellen immer wieder positive und informative Inputs dazu erhalte, festigt sich dieses gute Gefühl. Und es sind genau diese Fäden, welche die PR webt, um die entstandene Beziehung zu festigen und das Vertrauen aufzubauen. Und dann folgt die nächste Aufgabe.

 

Sichtbar werden!

Nirgends ist die Sichtbarkeit wichtiger als beim Thema Tod und Trauer. Die Hinterbliebenen sind oft in einem Schockzustand – der Körper befindet sich im Notfallmodus. Nur das Essentielle erreicht den Lichtkegel der Aufmerksamkeit. Die Entscheidung für oder gegen fällt entweder aufgrund einer Empfehlung oder „weil man gerade sichtbar ist“.

 

Da stellt sich die Frage, warum tun nicht alle etwas für die Sichtbarkeit, wenn diese doch das Leben um den Tod erleichtert?