Darf ich über meine Gefühle sprechen?

Darf ich über meine Gefühle sprechen?

Ich glaube es hilft allen, wenn darüber gesprochen wird. 

 

Mit diesen Worten gab mir eine gute Freundin die Erlaubnis, über unsere Begegnung vor einigen Wochen zu schreiben. Eine liebevolle und wertvolle Geste, welche ihr unendlich grosses Herz einmal mehr widerspiegelt. Solch grossartige Menschen in meinem Umfeld zu wissen, beschenkt mich mit so viel Glück und Liebe.

 

Wie das Leben oft spielt, ist einige Zeit vergangen, seit meine Freundin und ich uns das letzte Mal begegneten. Wie das glücklicherweise mit Herzensmenschen der Fall ist, besteht die Verbindung unsere Verbindung auch in Zeiten, in denen wir uns nicht sehen oder hören. Wenn man wir uns dann treffen, ist es als seien nur Stunden vergangen seit dem letzten Mal. So habe ich mich riesig gefreut, als wir uns vor Kurzem getroffen haben.

 

An diesem Tag durften wir schöne und reflektierende Stunden zusammen verbringen. Leckeres Essen, tiefgründige Gespräche und ein Raum voller Vertrauen haben wir uns Kraft gespendet. Meine Freundin begleitet mich seit ich 16 Jahre alt bin durch mein Leben. Ihre Unterstützung in schwierigen Zeiten hat dazu beigetragen, dass ich der Mensch wurde, der ich heute bin. Zu wissen, dass es in meiner damaligen Verzweiflung und Überforderung jemanden gab, der mir bedingungslos Liebe schenkte, war für mich eine der wertvollsten Erfahrungen meines Lebens.

Ihre Aussage traf mich tief

Deshalb hat es mich besonders traurig und nachdenklich gemacht, dass mir diese liebe Freundin bei unserem letzten Treffen einen Teil ihrer Geschichte erzählte, welcher mir bis anhin unbekannt war. Stell Dir mal vor: Sooo viele Jahre, welche nicht bewusst gelebt wurden! Trotz der Möglichkeit zu der Unterstützung auf dem Weg in ein glückliches Leben. Mich persönlich erschütterte diese Reflektion wirklich nachhaltig.

 

«Weil ich in meiner Trauer keine Unterstützung annahm, habe ich 15 Jahre meines Lebens verschwendet».

 

 

Diese Worte berührten mich so sehr, dass ich sie heute mit Dir teilen mag. Ihre Entscheidung, keine Hilfe zu suchen oder anzunehmen, hat sie damals unbewusst getroffen. Es war ihr einfach nicht bewusst, dass es Menschen gibt, welche in Trauerphasen ihre Unterstützung anbieten.

Um in der Trauer Hilfe zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist es, sich an eine Trauerbegleiterin zu wenden. Jegliche Form von Unterstützung bei der Bearbeitung offener Fragen und blockierender Themen, kann Dir dabei helfen, Dein inneres Leuchten wieder zu finden.

 

Mein Appell an Dich:

Jeder einzelne Tag Deines Lebens ist es wert, in vollem Bewusstsein erlebt zu werden. In Zeiten, in denen es weniger rosig läuft, genauso wie an Tagen, an denen Du die ganze Welt umarmen möchtest. Bitte lass die nötige Unterstützung in Dein Leben und sei liebevoll in Deinem Umgang mit Dir.

Eine für Dich richtige Form wirst Du finden, indem Du auf Dein Herz hörst. Es wird Dir sagen, was Dir guttut. Bei mir waren es in meiner tiefsten Trauer damals beispielsweise Akupunkturbehandlungen. Die Symptome meines Körpers waren Warnsignale für mich. Indem ich auf sie hörte, konnte ich genauer hinsehen und die Themen dahinter erkennen und bearbeiten, sodass sie mich auf meinem weiteren Weg nicht mehr belasten.

 

Das Leben ist zu wertvoll, um unzählige Jahre einfach verstreichen zu lassen.

Gemeinsam ist vieles um Welten einfacher. Hol Dir die Unterstützung, welche Dir Linderung bringen kann und sei mild mit Dir. Du bist der wertvollste Mensch in Deinem Leben und gleichzeitig bester Freund, den Du je finden wirst.

 

Vielleicht hast Du vor Kurzem oder Längerem einen Verlust erlebt, welcher Dich seither durch Dein Leben begleitet? Oder Du bist mit einer Diagnose konfrontiert, welche grosse Fragen an das Leben stellen lässt? In Deinem Umfeld ist ein Verlust geschehen und Du bist unsicher, wie Du der betroffenen Person begegnen möchtest?

 

Gerne möchte ich Dir das Buch meiner Freundin Antje empfehlen.

*Wer jammert, bleibt draussen

*(Dies ist ein Affiliatelink, was bedeutet ich erhalte einen kleinen Beitrag,
solltest Du über diesen Link bestellen.)

 

2014 erkrankte die Mutter der Autorin an Lungenkrebs. Trotz dieser schrecklichen Diagnose entdeckte sie von diesem Moment an ihre Lebensfreude und den wahren Sinn des Lebens. In diesem Buch beschreibt die Autorin die letzten gemeinsamen Monate – Monate der Angst und der Tränen, aber auch der Freude, der Hoffnung und vieler lustiger Momente. Diese Geschichte endet jedoch nicht mit dem Tod, sondern geht darüber hinaus. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise voller mysteriöser Ereignisse und gibt Antworten auf die Frage, ob das Leben mit dem Tod endet.

 

Antje und ihr Buch kannst Du gerne in unserem Video-Interview kennenlernen: https://www.youtube.com/watch?v=ZECZlLA2dtY&feature=share

Sie ist für mich echte Inspiration für die Aussage: Hinter jedem Verlust steckt eine Chance.

Sei lieb umarmt.
Sabrina

 

Wenn hinter einem Verlust grosse Chancen stehen

Wenn hinter einem Verlust grosse Chancen stehen

Nach dem Tod meiner Mutter vor einigen Jahren, wirbelten auf einen Schlag und ziemlich unerwartet, viele Fragen durch meinen Kopf. Die Gedanken  waren für mich nicht wirklich neu. Aber in dieser Dringlichkeit und Lautstärke haben sie sich bis dahin nie gezeigt. Für mich ein Zeichen, genauer hinzusehen und endlich die notwendigen Schritte zu unternehmen, um meine Träume wahr werden zu lassen.

 

Planung scheint bei so vielen unserer Aktivitäten die halbe Miete

In die Planung unserer Freizeit, unserer Sommerurlaube, den freien Weihnachtstagen oder gar unserer Geburtstagsparties investieren wir oft reichlich Zeit. Ausser Frage, diese Aspekte des Lebens sind äusserst wertvoll. Doch sind sie auf das grosse Ganze des Lebens wie Puzzlestücke. Puzzles machen in der Regel am meisten Sinn, wenn sie fertig zusammengesetzt ein schönes Bild ergeben. Den grossen Fragen unseres Lebens schenken wir oft weniger Platz in unserem Alltag. Auf die grossen Lebensfragen wie

„Wer bin ich?“
, „Wer möchte ich sein?“ Wie werde ich, wer ich sein möchte?“

gibt es keine allgemeingültigen Antworten. Es gibt sicher Ansätze, welche auf viele Menschen zutreffen. Die endgültige Antwort ist jedoch immer individuell.

 

Sabrina Steiner - Text, Storytelling & Inspiration - Texterin

 

Als ich realisierte, dass mein Leben ebenfalls endlich ist, gönnte ich mir die Zeit meinen Status Quo zu hinterfragen. Schnell bemerkte ich ziemlich erstaunt und etwas schockiert, dass ich nichts mehr wusste. Vor allem hatte ich keinen blassen Schimmer, was denn überhaupt meine Träume sind. Da bekommen wir bei unserer Geburt eine unbekannte Anzahl von Lebens-Tagen geschenkt. Scheuen uns aber oftmals viele Jahre vor den relevanten Inhaltsfragen ebendieser.

Welche Erlebnisse wir darin erfahren möchten. Welche Lektionen wir lernen können. Welche Botschaften wir verbreiten wollen. Was wir aus diesem riesigen Geschenk gestalten.

 

Wer suchet, der findet

Selbst wenn ich notfalls eine wahre Meisterin der Verdrängung sein kann, wurde selbst mir bewusst, dass mein Einfluss über Menge und Qualität meiner Zeit auf Erden inexistent ist. Die offenen Fragen drängten also immer lauter zur Suche der Möglichkeiten zur Beantwortung.

Vielleicht fühlst Du wie ich damals? Dir fehlt ebenfalls aktuell die Akzeptanz, dass Dein Leben nach einem Verlust nie mehr sein wird wie zuvor. Dieser Umstand ist keinesfalls leicht, da gebe ich Dir Recht.

 

Nichts ist für immer, alles ist für immer

Ewigkeit

So viele Dinge, welche das Leben und die geliebte Person ausmachten, sind einfach weg. Sei dies eine Wohnung mit den vielen Erinnerungsstücken darin, welche soviel über die darin lebende Persönlichkeit verrieten. Die Möglichkeit, zum Telefon zu greifen und ein Erlebnis mit ihr zu teilen. Das Schmieden von gemeinsamen Plänen. Was immer Dir fehlt, die entstandene Lücke ist riesig.

Mich belastete damals beispielsweise das Gefühl, dass wir keine bleibenden Spuren hinterlassen. Wenn wir weg sind, dann sind wir einfach weg.  So dachte ich damals. Heute erkläre ich mir unser Leben ein wenig anders. Denn Energie ist nie einfach weg, sie verändert sich einfach.

Manche Lösungen verstecken sich in der hintersten Ecke, aber sie sind immer im gleichen Raum

Möglicherweise interessiert es Dich an dieser Stelle, wie sich mir damals in grosser Verzweiflung meine Antworten zeigen konnten? Ein wichtiger Umstand war und ist dabei bis heute etwas, was ich erst lernen musste. Als ich mir die Erlaubnis gab, zu mir und meinen Gefühlen zu stehen, wurde alles plötzlich viel leichter. Früher habe ich mich stark daran orientiert, was andere Menschen über meine Entscheidungen denken oder sagen. Im Innen statt im Aussen zu sein bringt plötzlich ganz viele Antworten auf magischem Weg zu mir. Indem ich immer mehr versuche, Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren, bin ich näher bei mir als früher. Ausreichend Zeit an der frischen Luft und in der wunderbaren Natur unterstützt mich zusätzlich dabei, geduldig zu sein und auszuhalten.

 

Eine grosse Unterstützung sind mir bis heute liebe Menschen in meinem Umfeld. Seit dieser Zeit, welche mir viele Prüfungen stellte, bin ich sehr aufmerksam, wer sich in meinem nahen Umfeld befindet. Wie sich ihre Energien für mich anfühlen. Wie ich mich fühle und verhalte, wenn ich mit ihnen wertvolle Lebens-Zeit verbringen. Ich bin dankbar für das grosse Geschenk wahrer Freundschaft. Welche mir Verständnis entgegenbringen, wenn ich es selbst nicht schaffe. Die mir ein offenes Herz leihen, wenn meines von einem dunklen Schatten überzogen ist. Denen ich vertrauen kann, wenn ich mal vom Leben enttäuscht sein sollte.

 

Das Leben ist für Dich – immer!

Selbstverständlich ist die Zeit der Fragen nicht plötzlich vorbei. Das Leben ist ein Fluss. Mit Strömungen und Wendungen. Daher ist es möglich, dass Du auf einmal andere Fragen vorfindest, weil Du an einem neuen Flussabschnitt bist. Alle Entscheidungen benötigen ihre Zeit. Zögere auf keinen Fall damit, Dich unterstützen zu lassen und auf Dein Herz zu hören.

 

PS: Eine Frage, welche mir immer den richtigen Weg weist, verrate ich Dir hier: „Was würdest Du tun, wenn Dein Leben endlich wäre?“

PPS: Wenn Du herausfinden möchtest, ob ich Dir auf Deinem Weg wohltuende Unterstützung anbieten könnte, dann melde Dich unverbindlich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch an. Ich freue mich darauf, Dich kennenzulernen.

Familiensystem: Deine Rolle nach dem Verlust eines Elternteils?

Familiensystem: Deine Rolle nach dem Verlust eines Elternteils?

In einer Familie gibt es verschiedene Rollen und Muster, welche sich über Jahre und meist sogar Generationen hinweg durchziehen. Diese Rolle wird in der Regel nicht bewusst gelebt oder verteilt. Nach einem Todesfall kommt in einer Familie jedoch so einiges in Bewegung. Oft ist es ja sogar so, dass in kurzer Entfernung, ein Mitglied die Familie verlässt und ein neues hinzukommt.

Wie ich soeben dank den Informationen im Blogartikel von familythatmatters erfuhr, besetze ich wohl in meiner Familie die Rolle, welche normalerweise eher durch die Zweitgeborenen gelebt wird. Da ich die Erstgeborene bin, blieb wohl für die tatsächlich Zweitgeborene in meiner Familie, nur noch die ursprünglich mir angedachte Rolle übrig. Da sind wir direkt bei der Ursprungsproblematik zwischen mir und meinem Geschwisterkind gelandet. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen.

 

 

Bewusst oder unbewusst: Das ist hier die Frage…

So wie ich es wahrnehme, ist das Wissen über diese Rollen jedoch bereits bei vielen Menschen vorhanden. Das bedeutet aber nicht, dass diese Verteilung von Positionen, Verhalten und Ansprüchen innerhalb der Familien bewusst gelebt wird. Ebenso ist uns vielleicht gar nicht klar, welche Rolle wir persönlich innehaben und in welcher Verknüpfung diese zu anderen Familienmitgliedern steht. Es ist teilweise äusserst schmerzhaft unsere Rolle wahrzunehmen. Ihr ins Gesicht zu schauen und uns zu hinterfragen. Ebenfalls ist es nicht leicht, aus der Rolle herauszutreten und unsere eigene Identität zu entdecken sowie auszuleben. Unser ganzes Familiengefüge kommt ins Wanken, bricht vielleicht sogar in sich zusammen. Ob mit oder ohne Todesfall in der Familie, kann eine Veränderung des Gefüges sehr anstrengend sein und viele Themen an die Oberfläche bringen. Unverständnis macht sich breit, denn wieso soll plötzlich etwas geändert werden, was über Jahrzehnte funktioniert hat?

 

Diese «Rollenspiele» können also bereits in normalen Zeiten wirklich anstrengend für den Familienalltag und die Harmonie zwischen den Familien-Mitgliedern sein.

 

Familien-System

 

Doch was, wenn das Gefüge plötzlich durcheinandergewirbelt wird?

Wenn innerhalb einer Familie ein Mitglied verstirbt, entsteht eine grosse Lücke. Das ist soweit verständlich und absolut nachvollziehbar, denn eine Person fehlt einfach, wenn sie nicht mehr bei uns ist. Nun gibt es aber bei der Theorie von Familien-Rollen auch noch eine Neu-Besetzung zu vergeben. Diese wird entweder auf eine oder auf mehrere Personen innerhalb der Familie übertragen. Ob diese angenommen wird, entscheiden wir in der Regel ebenso unbewusst wie die Neuverteilung der Rollen.

 

Meine Mutter starb vor fast vier Jahren. Im ersten Schmerz war ich mir dieser Rollen und Muster in meiner Familie nicht wirklich bewusst. Ich wusste zwar, dass sie existieren und konnte auch irgendwie spüren, wie sie aufgebaut sind. Aber die erste Zeit dieses grossen Verlusts war geprägt von grosser Unsicherheit, vielen Fragen und tiefem Schmerz. Begleitet von der Trauer um den Verlust, dem Unverständnis darüber sowie einer starken Paralyse. Es gab so viele Entscheidungen zu treffen, auf welche ich persönlich sowie die gesamte Familie überhaupt nicht vorbereitet waren. So fehlte schlicht die Zeit zur Verarbeitung.

 

Während dieser Phase hat sich wohl die Entscheidung durchgemogelt, dass wir die verlorene Rolle nicht auch noch sterben lassen. Die Umverteilung geschah gänzlich unbewusst. Wahrscheinlich wollten wird dadurch eine gewisse Illusion aufrecht erhalten. Wie ich nun aus eigener – teilweise wirklich aufwühlender und schmerzhafter – Erfahrung weiss: Es ist möglich, innerhalb einer Familie mehrere Rollen zu erfüllen. Gänzlich unbewusst wurde die Rolle meiner Mutter auf ihre Kinder übertragen. Diese Tatsache blockierte mich in meinem Glück ziemlich aus. Bis zu meinem Coaching letztes Jahr. Dort realisierte ich nämlich, welche Teile dieser Rolle ich unbewusst schon komplett verinnerlicht habe. Und dass ich diese gar nicht in meinem Leben haben will oder haben muss.

 

 

Du hast immer eine Wahl

Für mich ist zum einen meine Mutter nicht wirklich weg. Sie ist auf einer anderen Ebene stets da, wenn ich sie brauche und wird in meine Entscheidungen und Fragen mit einbezogen. Zum anderen finde ich das Leben dieser Rolle ziemlich ungesund. Es steht mir auch in keiner Weise zu, andere Positionen einzunehmen. Für mich besteht die Aufgabe „nur“ darin, herauszufinden welche Entscheidungen sich für mein Leben stimmig anfühlen und danach zu leben.

Natürlich lassen solche Entscheidung jahrelang aufgebaute Verhaltensweisen ins Leere laufen. Diese haben doch für alle Mitglieder des Familiensystems stets gut funktioniert. Das kann bei vielen Menschen natürlich Unverständnis und Unbehagen auslösen. Denk daran: Deine Familie handelt und spricht mit grosser Wahrscheinlichkeit unbewusst des Familiensystems. Für sie kann Dein neues Auftreten komplett unverständlich sein. Es ist natürlich möglich, dass sie sich über Dich wundern und Dein Handeln hinterfragen.

Vielleicht erlebst Du Momente, in denen Du Dich wie das einsame schwarze Schaf fühlst, welches Du aus Erzählungen kennst. Dieses Gefühl ist nicht immer leicht auszuhalten. Du darfst Dir jedoch immer bewusst sein, dass Schafe allgemein mehr verbindet als trennt. Die Farbe des Schafes gibt einzig Auskunft darüber, welchen Regeln sich das Schaf unterstellt. Den eigenen und bewusst getroffenen oder vielleicht doch den unbewussten „das war schon immer so“-Abläufen. Mit dem Verständnis, aus voller Kraft und nach den ureigenen Bedürfnissen zu leben, lässt sich als schwarzes Schaf viel wunderbare Zeit geniessen.

Das Spannende dabei: Wenn Du Dich veränderst, verschiebt sich automatisch das ganze System. Denn wenn ein Stein ins Rollen kommt, gibt es zu Beginn vielleicht ein wildes Runterfallen der umliegenden Steine oder Felsbrocken. Wenn aber alles neu geordnet an seinem Platz liegt, entsteht dadurch jedoch ein schönes Gebilde voller Chancen.

 

Vielleicht findest Du Dich in dieser Beschreibung innerhalb Deiner Familie wieder? Wenn Du magst, tausche ich mich gerne mit Dir über meine Erfahrungen aus.

Ein kostenloses Kennenlerngespräch von 30 Minuten kannst Du hier buchen.

 

Den richtigen Platz für Dich zu finden und nicht mehr durch alte Muster blockiert zu werden, fühlt sich total befreiend an.

 

Denn: Hinter jedem Verlust steckt eine Chance!

 

 

Du willst keine Chancen-Post verpassen? Dann trage Dich gerne hier ein:

Wie Du Dich für einen Neuanfang entscheidest

Wie Du Dich für einen Neuanfang entscheidest

Da lag ich doch vor einigen Tagen die ganze Nacht wach. Ich war müde wie lange nicht, weiss jedoch nicht, was mich nicht schlafen liess. Vielleicht war es die Schwelle zu meinem Neuanfang, welche meine Gedanken kreisen liess… Als ich mich im Bett hin und her wälzte, erschien plötzlich das Bild einer Wendeltreppe vor meinem inneren Auge. Ich finde sie symbolisiert unser Leben ganz gut. Manchmal stolpern wir oder fallen einen Schritt rückwärts, fangen uns wieder auf und gehen Schritt für Schritt in unserem Tempo weiter. Da es eine Wendeltreppe ist, wissen wir oft beim weitergehen nicht, was uns um die nächste Ecke erwarten wird.

 

 

Da wir alles gerne betiteln und in Schubladen ablegen, bezeichnen wir natürliche Richtungsänderungen auf der Wendeltreppe gerne als Neuanfang. Weil wir nicht sehen, was uns als nächstes erwartet, werden wir manchmal nervös und zögerlich. Als Mensch verfügen wir als einziges Lebewesen nachweislich über das Wissen, dass unser Leben endlich ist. Daher überkommt uns manchmal die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen. Auch sehen wir bei einer Wendeltreppe nicht, wann sie enden wird. Daher kann uns der antrainierte Perfektionismus schon mal ausbremsen und wir bleiben stehen, zögern mit dem Weitergehen.

 



Wiegst Du Dich in falscher Sicherheit?


Denn da wo wir stehen, kennen wir die Umgebung. In der falschen Annahme, dass alles stets bleiben wird wie jetzt, verharren wir in vermeintlich sicherer Position. Doch haben wir diese Garantie wirklich? Wenn wir verharren, sind wir in einer reaktiven Haltung. Wir warten, was von aussen passiert und reagieren darauf. Dabei ist jede Entscheidung, welche aktiv durch uns getroffen wird richtig. Weil wir selbst die nächsten Schritte gehen und uns nicht von hinten schubsen lassen. Wir wissen wir zwar auch dann nicht, was uns erwartet. Aber die Kraft, mit der wir unseren Körper bewegen, kommt aus uns.

 

Dein Zögern vor dem Schritt um die „Ecke“ ist völlig normal. Doch wünsche ich Dir die Kraft zum Entschluss, den nächsten Schritt zu wagen und Dich begeistern zu lassen, von dem was Dich dort erwartet.

 

PS: Was wäre, wenn Du eines Tages sterben müsstest?
Die Wahrheit über Deine positiven Gedanken

Die Wahrheit über Deine positiven Gedanken

Gedanken formen Deine Welt. Was Du zu Dir sagst, bestimmt wie Du Dich fühlst und was Du in Dein Leben ziehst. Natürlich erzeugen negative Gedanken eher keine positiven Gefühle in Dir. Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass es reicht, einfach alles positiv zu betrachten, um Dein Leben in den sprichwörtlichen Ponyhof zu verwandeln? Eine Welt voller rosa Zuckerwatte und lustiger Einhörner durch die Entscheidung zur persönlichen Weiterentwicklung?

 

Meine persönliche Antwort darauf? Ja, es ist ganz einfach, sich in seinem Leben gut zu fühlen und grossartige Dinge in sein Leben zu holen. Nun folgt jedoch mein Aber: Ich denke nicht, dass es möglich geschweige denn sinnvoll ist, negative Dinge in Deinem Leben, einfach umzudrehen und aus einer positiven Perspektive zu betrachten.

 

Think pink

Sind wir mal ehrlich: Erstens ist das nun wirklich nicht so einfach und zweitens belügen wir uns damit doch irgendwie selbst. Gewisse Dinge sind nun mal einfach total sch…. (Entschuldige meine Wortwahl, aber es gibt einfach kein nettes Wort, welches hier eingesetzt werden kann). Wenn ich den Mist bloss von einer anderen Seite betrachte, wird dieser nicht plötzlich nach Parfüm riechen oder mit einer rosa Schleife verziert sein. Es gibt Dinge im Leben, die machen einfach keinen besonderen Spass.

 

Reicht es, negative Gefühle einfach loszulassen?

Als ich zum Beispiel damals meinen Job verlor, wusste ich, dass es nun endlich den nötigen Raum zu einer für mich besseren und gesünderen Situation gab. Dennoch fühlte es sich nicht gut an, dass ich fremdbestimmt meine lieben Arbeitskolleginnen verlassen musste. In dem Moment fand ich alles einfach doof. An meinem Gefühl hat sich nichts durch das Wissen, dass alles im Leben seinen Grund hat, geändert – nein in dem Moment war mir schlichtwegs alles zu viel. Klar bin ich froh, dass mir die Augen geöffnet wurden. Wenn die Wertigkeit der eigenen Person darauf aufbaut, im Job möglichst viel zu leisten und dieser dann wegfällt, ist da jedoch erstmal ganz viel leerer Raum, den es neu zu füllen gibt.

 

In die Ecken zu schauen, in welchen sich bereits so einige Wollmäuse angesammelt und bequem eingerichtet haben, ist manchmal super mühsam. Was mir damals tatsächlich half, war die Zeit und Akzeptanz die verzweifelten Gefühle zuzulassen und auszuhalten. Sie sind bei Dir zu Besuch, also behandle sie wie ein Gast.

 

 

Wie behandelst Du Deine Gäste?

Du kannst Deinen Gefühlen als Gastgeber gegenübertreten. Ihnen einen Platz auf der Couch, Kaffee und Kuchen anbieten und ihnen Zeit und Raum schenken. Das ist jedoch kein Muss. Eine offene Tür reicht Deinen Gefühlen zur Zufriedenheit. Denn durch diese können sie nach Belieben einfach ein- und austreten. Sie können also jederzeit wieder gehen. Sollten sie in ihrer Anwesenheit ein wenig Chaos anrichten, räumen wir es nach ihrem Verschwinden wieder auf. Oder nutzen die Gelegenheit direkt zur Umgestaltung.

Du fragst Dich, wie das gehen soll? Sei einfach da, ganz präsent. Die Gefühle zeigen sich und werden sichtbar, wenn sie Raum haben und ziehen nach ihrem Besuch gerne wieder weiter. Mach die Türe auf und gib ihnen Raum. Sitzen, atmen, fühlen in offenen, neugierigem und sanften Zustand. Die Kontrolle wird abgegeben. Selbstmitgefühl, völlig ungeachtet der Umstände. Sei für dich da. Wenn Du genau hinschaust, was sich hinter ihnen Deinen Gefühlen verbirgt, werden sich Dir neue Wege und Chancen zeigen. Du lernst Dich aus einer neuen Perspektive kennen und gehst einen grossen Schritt weiter auf Deiner Lebensreise. Auf dem Weg zum Vertrauen in Dich, das Leben und seine Antworten, wirst Du vielen Situationen mit grossartigen, aber versteckten Antworten begegnen.

 

Die Fragen fühlen sich im ersten Moment nicht immer angenehm an. Wenn Du sie als Geschenk annehmen kannst, wirst Du jedoch grosszügig belohnt. Durch Deine fürsogliche Gastfreundschaft werden sie sich automatisch verwandeIn.  Du kannst Dir das Ergebnis wie diese farbige, flutschige Kinderknete vorstellen. Kennst Du die auch? Ich liebe sie total, denn durch ihre Konsistenz bist Du frei, immer wieder neue Dinge zu formen.

 

Endstation persönliche Wahrheit

Anstatt Dir einzureden, dass in Deinem Leben alles positiv sein muss, empfehle ich Dir von Herzen: Sei aufrichtig zu Dir selbst! Nutze Krisen als Chance, um genau hinzusehen und Dich besser kennenzulernen als zuvor. Dein Leben ist immer für Dich. Sei Du es ebenfalls und triff Deine Entscheidungen stets in Deinem Sinne.

PS: Was wäre, wenn Du eines Tages stirbst?

 

 

 

Was, wenn alles wieder wie früher ist?

Was, wenn alles wieder wie früher ist?

Geht es Dir manchmal auch so? Du hattest ein Erlebnis, welches Du unbedingt teilen willst. Oder Du kaust ein Thema immer wieder durch und kommst einfach zu keinem Ergebnis. Was würdest Du für einen guten Rat und ein offenes Ohr einer von Dir geliebten Person geben. Die naheliegende Reaktion ist bei mir in diesem Fall, direkt zum Hörer zu greifen und die geliebte Person anzurufen. Doch was, wenn die Person nicht mehr hier bei uns ist?  Vielleicht hast Du sogar das Telefon geholt, doch beim Wählen der Nummer durchzuckt Dich die schmerzende Erkenntnis wie ein Blitz. Per Telefon kannst Du die geliebte Person nicht mehr erreichen.

Eine Gefühlsachterbahn nimmt Dich mit auf die Fahrt. Was gäbst Du jetzt dafür, wenn alles so wäre wie früher? Es ganz einfach wäre, die vermisste Stimme zu hören und ein simples Telefon dafür ausreichen könnte. Am Anfang, als mein Gehirn diese Endgültigkeit nicht verstehen konnte, habe ich ganz oft die Nummer meiner Mutter gewählt. Leider klingelte das Handy dann jedoch in meinem Nebenraum. Gefühle des Unverständnisses, der Wut und Ungerechtigkeit, wahre Wellen der Trauer überrollten mich dann. Inzwischen hat mein Gehirn das Unbegreifliche wohl verstanden und wählt die Nummer nicht mehr. Der Impuls ist jedoch geblieben. Wann immer grosse Lebensthemen anstehen, Entscheidungen getroffen werden wollen und guter Rat teuer ist, überkommt mich der starke Impuls nach dem Rat meiner Mutter.

 

Prägende Gefühle: Last oder Geschenk?

 

Wenn Du eine Person verloren hast, auf deren Weisheit und Liebe Du stets vertraut hast, ist dieser Verlust immens. Inzwischen schaffe ich persönlich es in diesen Momenten sehr gut, mich von der Trauer nicht mehr total einnehmen zu lassen. Autonomie ist für mich der grosse Antrieb, denn ich will absolut keine Abhängigkeiten in meinem Leben haben. Auch nicht von Etwas, was viel grösser ist, als dass ich es jemals komplett verstehen könnte.

Diese Entscheidung hat eine grossartige Erkenntnis in mein Leben gebracht: Wenn ich die vermisste Person und ihren Rat in meinem Leben möchte, gehe ich mit ihr in das direkte Zwiegespräch. Dazu benötige ich zwar kein Telefon, manchmal hilft mir jedoch ein stiller, schöner Ort, an dem wir uns austauschen können. So bleibe ich natürlich etwas traurig und wehmütig, geniesse aber gleichzeitig das schöne Gefühl der stärkenden und direkten Worte.

Gleichzeitig erinnere ich mich immer wieder daran, dass ich mit mir selbst diesen wertschätzenden Umgang pflegen kann. Indem ich mit und zu mir solche netten Worte und gute Ratschläge einsetze, welche ich früher von aussen bekommen habe. In Situationen, bei denen ich die Impulse bereits Verstorbener wünsche, tut es mir so gut, sie in mir weiter leben zu lassen. Vielleicht kann Dir dies helfen, der überwältigenden Kraft der Trauer zu begegnen und Dich nicht von ihr dominieren zu lassen.

Wer trifft die Entscheidungen? Du oder die Trauer?

 

Die Entscheidung, wie Du mit ihr umgehst, liegt alleine bei Dir. Sie wird immer den Raum einnehmen, welchen sie erhält.
Ich wünsche Dir viel Kraft für im Umgang mit Deiner Trauer und stärkende Impulse für das Weitergehen.

PS: Was wäre wenn Du eines Tages sterben müsstest?

 

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