Wann ist eigentlich irgendwann?

Wann ist eigentlich irgendwann?

In Markus Cerenaks grosser Hamsterrad-Rebellion schreibe ich in meinem August-Artikel darüber, dass plötzlich alles anders sein kann sowie welche Fragen und Antworten sich hinter diesen Situationen verstecken können.

Da ich wie Markus der tiefen inneren Überzeugung bin, dass Ehrlichkeit unser Leben einfacher macht, teile ich meine Entwicklung so gerne mit Dir.

Du kannst den Artikel hier lesen.

Über das Schreiben in Trauerphasen

Über das Schreiben in Trauerphasen

Vor Kurzem bot sich mir die Möglichkeit einen Beitrag auf dem Blog der wundervollen Cindy zu veröffentlichen. Diese habe ich gerne angenommen und meine Erfahrungen mit dem Schreiben in der Trauerverarbeitung für Dich zusammengefasst.

Erfahre hier mehr darüber, ob und wie Dir das Schreiben in Zeiten der Trauer helfen kann.

Wenn Du mein Lieblingsnotizbuch oder meinen Lieblingsstift kennen lernen möchtest, anbei gerne meine Empfehlungen.*

Ständig im Einsatz

Für besondere Zeilen

 

  • Diese Links sind Affiliate Links. Du kannst diese wie gewohnt bestellen und bezahlst für meine Empfehlung keinen Cent mehr.
    Solltest Du über meinen Link bestellen, erhalte ich eine kleine Provision. Diese ermöglicht mir meine Arbeit, beeinflusst jedoch meine Meinung in keinem Fall.

 

 

 

«Ich glaube es hilft allen, wenn über diese Erlebnisse gesprochen wird.

«Ich glaube es hilft allen, wenn über diese Erlebnisse gesprochen wird.

Mit diesen Worten gab mir eine gute Freundin die Erlaubnis, über unsere Begegnung vor einigen Wochen zu schreiben. Eine liebevolle und wertvolle Geste, welche ihr unendlich grosses Herz einmal mehr widerspiegelt. Solch grossartige Menschen in meinem Umfeld zu wissen, beschenkt mich mit so viel Glück und Liebe.

 

Wie das Leben oft spielt, ist einige Zeit vergangen, seit meine Freundin und ich uns das letzte Mal begegneten. Wie das glücklicherweise mit Herzensmenschen der Fall ist, besteht die Verbindung unsere Verbindung auch in Zeiten, in denen wir uns nicht sehen oder hören. Wenn man wir uns dann treffen, ist es als seien nur Stunden vergangen seit dem letzten Mal. So habe ich mich riesig gefreut, als wir uns vor Kurzem getroffen haben.

 

An diesem Tag durften wir schöne und reflektierende Stunden zusammen verbringen. Leckeres Essen, tiefgründige Gespräche und ein Raum voller Vertrauen haben wir uns Kraft gespendet. Meine Freundin begleitet mich seit ich 16 Jahre alt bin durch mein Leben. Ihre Unterstützung in schwierigen Zeiten hat dazu beigetragen, dass ich der Mensch wurde, der ich heute bin. Zu wissen, dass es in meiner damaligen Verzweiflung und Überforderung jemanden gab, der mir bedingungslos Liebe schenkte, war für mich eine der wertvollsten Erfahrungen meines Lebens.

 

Deshalb hat es mich besonders traurig und nachdenklich gemacht, dass mir diese liebe Freundin bei unserem letzten Treffen einen Teil ihrer Geschichte erzählte, welcher mir bis anhin unbekannt war. Stell Dir mal vor: Sooo viele Jahre, welche nicht bewusst gelebt wurden! Trotz der Möglichkeit zu der Unterstützung auf dem Weg in ein glückliches Leben. Mich persönlich erschütterte diese Reflektion wirklich nachhaltig.

 

Ihre Aussage «Weil ich in meiner Trauer keine Unterstützung annahm, habe ich 15 Jahre meines Lebens verschwendet» traf mich sehr tief.

 

 

Diese Worte berührten mich so sehr, dass ich sie heute mit Dir teilen mag. Ihre Entscheidung, keine Hilfe zu suchen oder anzunehmen, hat sie damals unbewusst getroffen. Es war ihr einfach nicht bewusst, dass es Menschen gibt, welche in Trauerphasen ihre Unterstützung anbieten.

Um in der Trauer Hilfe zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist es, sich an eine Trauerbegleiterin zu wenden. Jegliche Form von Unterstützung bei der Bearbeitung offener Fragen und blockierender Themen, kann Dir dabei helfen, Dein inneres Leuchten wieder zu finden.

 

Mein Appell an Dich:

Jeder einzelne Tag Deines Lebens ist es wert, in vollem Bewusstsein erlebt zu werden. In Zeiten, in denen es weniger rosig läuft, genauso wie an Tagen, an denen Du die ganze Welt umarmen möchtest. Bitte lass die nötige Unterstützung in Dein Leben und sei liebevoll in Deinem Umgang mit Dir.

Eine für Dich richtige Form wirst Du finden, indem Du auf Dein Herz hörst. Es wird Dir sagen, was Dir guttut. Bei mir waren es in meiner tiefsten Trauer damals beispielsweise Akupunkturbehandlungen. Die Symptome meines Körpers waren Warnsignale für mich. Indem ich auf sie hörte, konnte ich genauer hinsehen und die Themen dahinter erkennen und bearbeiten, sodass sie mich auf meinem weiteren Weg nicht mehr belasten.

 

Ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen wertvolle Unterstützung annehmen können. Das Leben ist zu wertvoll, um unzählige Jahre einfach verstreichen zu lassen.

Gemeinsam ist vieles um Welten einfacher. Hol Dir die Unterstützung, welche Dir Linderung bringen kann und sei gnädig zu Dir. Du bist der wertvollste Mensch in Deinem Leben und der beste Freund, den Du je finden wirst.

 

Würdest Du gerne eine spezielle Möglichkeit erhttps://www.antjegrube.com/leben, welche Dich unterstützt Dich mit dem Thema Endlichkeit auseinanderzusetzen?

AntjeLaura und ich haben anlässlich des ersten Memento Tages einen speziellen Anlass für Dich geplant. Ein Abend, welcher Raum bietet für alle Gefühle, welche sich ihren Weg zum Ausdruck suchen.

Mit Humor, Mitgefühl, Liebe und natürlich leckeren Keksen findet am 8.8.2019 im Theater am Mühlenrain (TAM) in Weil am Rhein ein Anlass der besonderen Art statt.

Für den ersten Memento Tag haben wir für Dich eine Lesung mit musikalischer Begleitung organisiert. Antjes Buch «Wer jammert, bleibt draussen» beschreibt auf eine einfühlsame Art ihre Erlebnisse in den letzten Monaten mit ihrer Mutter und die magische Zeit danach.

Lass Dich überraschen, wieviel Freude auch nach einer schweren Diagnose entstehen kann und welche wertvollen Erfahrungen Antje dadurch erleben durfte.

Die musikalische Begleitung durch Laura schenkt Dir einen sicheren Raum, um Deine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und zu erleben.

Für wen ist dieser Anlass?

Wir wenden uns an alle Menschen, welche sich gerne offen mit dem Thema unserer Endlichkeit befassen möchten. Es gibt keine besonderen Voraussetzungen, für die Teilnahme.

 

Vielleicht hast Du vor Kurzem oder Längerem einen Verlust erlebt, welcher Dich seither durch Dein Leben begleitet? Oder Du bist mit einer Diagnose konfrontiert, welche Dich grosse Fragen an das Leben stellen lässt? In Deinem Umfeld ist ein Verlust geschehen und Du bist unsicher, wie Du der betroffenen Person begegnen möchtest? Welche Fragen es sind, welche Dich um das Thema Tod und Sterben aufwühlen, wir freuen uns darauf mit Dir einen schönen und besonderen Abend zu verbringen.

 

Nähere Informationen findest Du hier.

Antje und ihr Buch kannst Du gerne in unserem Video-Interview kennenlernen: https://www.youtube.com/watch?v=ZECZlLA2dtY&feature=share

 

Wir freuen uns auf Dich!
Denn hinter jedem Verlust steckt eine Chance.

 

 

Wenn hinter einem Verlust grosse Chancen stehen

Wenn hinter einem Verlust grosse Chancen stehen

Nach dem Tod meiner Mutter vor einigen Jahren, wirbelten auf einen Schlag und ziemlich unerwartet, viele Fragen durch meinen Kopf. Die Gedanken  waren für mich nicht wirklich neu. Aber in dieser Dringlichkeit und Lautstärke haben sie sich bis dahin nie gezeigt. Für mich ein Zeichen, genauer hinzusehen und endlich die notwendigen Schritte zu unternehmen, um meine Träume wahr werden zu lassen.

 

Planung scheint bei so vielen unserer Aktivitäten die halbe Miete

In die Planung unserer Freizeit, unserer Sommerurlaube, den freien Weihnachtstagen oder gar unserer Geburtstagsparties investieren wir oft reichlich Zeit. Ausser Frage, diese Aspekte des Lebens sind äusserst wertvoll. Doch sind sie auf das grosse Ganze des Lebens wie Puzzlestücke. Puzzles machen in der Regel am meisten Sinn, wenn sie fertig zusammengesetzt ein schönes Bild ergeben. Den grossen Fragen unseres Lebens schenken wir oft weniger Platz in unserem Alltag. Auf die grossen Lebensfragen wie

„Wer bin ich?“
, „Wer möchte ich sein?“ Wie werde ich, wer ich sein möchte?“

gibt es keine allgemeingültigen Antworten. Es gibt sicher Ansätze, welche auf viele Menschen zutreffen. Die endgültige Antwort ist jedoch immer individuell.

 

Sabrina Steiner - Text, Storytelling & Inspiration - Texterin

 

Als ich realisierte, dass mein Leben ebenfalls endlich ist, gönnte ich mir die Zeit meinen Status Quo zu hinterfragen. Schnell bemerkte ich ziemlich erstaunt und etwas schockiert, dass ich nichts mehr wusste. Vor allem hatte ich keinen blassen Schimmer, was denn überhaupt meine Träume sind. Da bekommen wir bei unserer Geburt eine unbekannte Anzahl von Lebens-Tagen geschenkt. Scheuen uns aber oftmals viele Jahre vor den relevanten Inhaltsfragen ebendieser.

Welche Erlebnisse wir darin erfahren möchten. Welche Lektionen wir lernen können. Welche Botschaften wir verbreiten wollen. Was wir aus diesem riesigen Geschenk gestalten.

 

Wer suchet, der findet

Selbst wenn ich notfalls eine wahre Meisterin der Verdrängung sein kann, wurde selbst mir bewusst, dass mein Einfluss über Menge und Qualität meiner Zeit auf Erden inexistent ist. Die offenen Fragen drängten also immer lauter zur Suche der Möglichkeiten zur Beantwortung.

Vielleicht fühlst Du wie ich damals? Dir fehlt ebenfalls aktuell die Akzeptanz, dass Dein Leben nach einem Verlust nie mehr sein wird wie zuvor. Dieser Umstand ist keinesfalls leicht, da gebe ich Dir Recht.

Nichts ist für immer, alles ist für immer

So viele Dinge, welche das Leben und die geliebte Person ausmachten, sind einfach weg. Sei dies eine Wohnung mit den vielen Erinnerungsstücken darin, welche soviel über die darin lebende Persönlichkeit verrieten. Die Möglichkeit, zum Telefon zu greifen und ein Erlebnis mit ihr zu teilen. Das Schmieden von gemeinsamen Plänen. Was immer Dir fehlt, die entstandene Lücke ist riesig.

Mich belastete damals beispielsweise das Gefühl, dass wir keine bleibenden Spuren hinterlassen. Wenn wir weg sind, dann sind wir einfach weg.  So dachte ich damals. Heute erkläre ich mir unser Leben ein wenig anders. Denn Energie ist nie einfach weg, sie verändert sich einfach.

Manche Lösungen verstecken sich in der hintersten Ecke, aber sie sind immer im gleichen Raum

Möglicherweise interessiert es Dich an dieser Stelle, wie sich mir damals in grosser Verzweiflung meine Antworten zeigen konnten? Ein wichtiger Umstand war und ist dabei bis heute etwas, was ich erst lernen musste. Als ich mir die Erlaubnis gab, zu mir und meinen Gefühlen zu stehen, wurde alles plötzlich viel leichter. Früher habe ich mich stark daran orientiert, was andere Menschen über meine Entscheidungen denken oder sagen. Im Innen statt im Aussen zu sein bringt plötzlich ganz viele Antworten auf magischem Weg zu mir. Indem ich immer mehr versuche, Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren, bin ich näher bei mir als früher. Ausreichend Zeit an der frischen Luft und in der wunderbaren Natur unterstützt mich zusätzlich dabei, geduldig zu sein und auszuhalten.

 

Eine grosse Unterstützung sind mir bis heute liebe Menschen in meinem Umfeld. Seit dieser Zeit, welche mir viele Prüfungen stellte, bin ich sehr aufmerksam, wer sich in meinem nahen Umfeld befindet. Wie sich ihre Energien für mich anfühlen. Wie ich mich fühle und verhalte, wenn ich mit ihnen wertvolle Lebens-Zeit verbringen. Ich bin dankbar für das grosse Geschenk wahrer Freundschaft. Welche mir Verständnis entgegenbringen, wenn ich es selbst nicht schaffe. Die mir ein offenes Herz leihen, wenn meines von einem dunklen Schatten überzogen ist. Denen ich vertrauen kann, wenn ich mal vom Leben enttäuscht sein sollte.

 

Das Leben ist für Dich – immer!

Selbstverständlich ist die Zeit der Fragen nicht plötzlich vorbei. Das Leben ist ein Fluss. Mit Strömungen und Wendungen. Daher ist es möglich, dass Du auf einmal andere Fragen vorfindest, weil Du an einem neuen Flussabschnitt bist. Alle Entscheidungen benötigen ihre Zeit. Zögere auf keinen Fall damit, Dich unterstützen zu lassen und auf Dein Herz zu hören.

 

PS: Eine Frage, welche mir immer den richtigen Weg weist, verrate ich Dir hier: „Was würdest Du tun, wenn Dein Leben endlich wäre?“

PPS: Wenn Du herausfinden möchtest, ob ich Dir auf Deinem Weg wohltuende Unterstützung anbieten könnte, dann melde Dich unverbindlich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch an. Ich freue mich darauf, Dich kennenzulernen.

Familiensystem: Deine Rolle nach dem Verlust eines Elternteils?

Familiensystem: Deine Rolle nach dem Verlust eines Elternteils?

In einer Familie gibt es verschiedene Rollen und Muster, welche sich über Jahre und meist sogar Generationen hinweg durchziehen. Diese Rolle wird in der Regel nicht bewusst gelebt oder verteilt. Nach einem Todesfall kommt in einer Familie jedoch so einiges in Bewegung. Oft ist es ja sogar so, dass in kurzer Entfernung, ein Mitglied die Familie verlässt und ein neues hinzukommt.

 

Wie ich soeben dank den Informationen im Blogartikel von familythatmatters erfuhr, besetze ich wohl in meiner Familie die Rolle, welche normalerweise eher durch die Zweitgeborenen gelebt wird. Da ich die Erstgeborene bin, blieb wohl für die tatsächlich Zweitgeborene in meiner Familie, nur noch die ursprünglich mir angedachte Rolle übrig. Da sind wir direkt bei der Ursprungsproblematik zwischen mir und meinem Geschwisterkind gelandet. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen.

 

 

Bewusst oder unbewusst: Das ist hier die Frage…

So wie ich es wahrnehme, ist das Wissen über diese Rollen jedoch bereits bei vielen Menschen vorhanden. Das bedeutet aber nicht, dass diese Verteilung von Positionen, Verhalten und Ansprüchen innerhalb der Familien bewusst gelebt wird. Ebenso ist uns vielleicht gar nicht klar, welche Rolle wir persönlich innehaben und in welcher Verknüpfung diese zu anderen Familienmitgliedern steht. Es ist teilweise äusserst schmerzhaft unsere Rolle wahrzunehmen. Ihr ins Gesicht zu schauen und uns zu hinterfragen. Ebenfalls ist es nicht leicht, aus der Rolle herauszutreten und unsere eigene Identität zu entdecken sowie auszuleben. Unser ganzes Familiengefüge kommt ins Wanken, bricht vielleicht sogar in sich zusammen. Ob mit oder ohne Todesfall in der Familie, kann eine Veränderung des Gefüges sehr anstrengend sein und viele Themen an die Oberfläche bringen. Unverständnis macht sich breit, denn wieso soll plötzlich etwas geändert werden, was über Jahrzehnte funktioniert hat?

 

Diese «Rollenspiele» können also bereits in normalen Zeiten wirklich anstrengend für den Familienalltag und die Harmonie zwischen den Familien-Mitgliedern sein.

 

 

Doch was, wenn das Gefüge plötzlich durcheinandergewirbelt wird?

Wenn innerhalb einer Familie ein Mitglied verstirbt, entsteht eine grosse Lücke. Das ist soweit verständlich und absolut nachvollziehbar, denn eine Person fehlt einfach, wenn sie nicht mehr bei uns ist. Nun gibt es aber bei der Theorie von Familien-Rollen auch noch eine Neu-Besetzung zu vergeben. Diese wird entweder auf eine oder auf mehrere Personen innerhalb der Familie übertragen. Ob diese angenommen wird, entscheiden wir in der Regel ebenso unbewusst wie die Neuverteilung der Rollen.

 

Meine Mutter starb vor fast vier Jahren. Im ersten Schmerz war ich mir dieser Rollen und Muster in meiner Familie nicht wirklich bewusst. Ich wusste zwar, dass sie existieren und konnte auch irgendwie spüren, wie sie aufgebaut sind. Aber die erste Zeit dieses grossen Verlusts war geprägt von grosser Unsicherheit, vielen Fragen und tiefem Schmerz. Begleitet von der Trauer um den Verlust, dem Unverständnis darüber sowie einer starken Paralyse. Es gab so viele Entscheidungen zu treffen, auf welche ich persönlich sowie die gesamte Familie überhaupt nicht vorbereitet waren. So fehlte schlicht die Zeit zur Verarbeitung.

 

Während dieser Phase hat sich wohl die Entscheidung durchgemogelt, dass wir die verlorene Rolle nicht auch noch sterben lassen. Die Umverteilung geschah gänzlich unbewusst. Wahrscheinlich wollten wird dadurch eine gewisse Illusion aufrecht erhalten. Wie ich nun aus eigener – teilweise wirklich aufwühlender und schmerzhafter – Erfahrung weiss: Es ist möglich, innerhalb einer Familie mehrere Rollen zu erfüllen. Gänzlich unbewusst wurde die Rolle meiner Mutter auf ihre Kinder übertragen. Diese Tatsache blockierte mich in meinem Glück ziemlich aus. Bis zu meinem Coaching letztes Jahr. Dort realisierte ich nämlich, welche Teile dieser Rolle ich unbewusst schon komplett verinnerlicht habe. Und dass ich diese gar nicht in meinem Leben haben will oder haben muss.

 

 

Du hast immer eine Wahl

Für mich ist zum einen meine Mutter nicht wirklich weg. Sie ist auf einer anderen Ebene stets da, wenn ich sie brauche und wird in meine Entscheidungen und Fragen mit einbezogen. Zum anderen finde ich das Leben dieser Rolle ziemlich ungesund. Es steht mir auch in keiner Weise zu, andere Positionen einzunehmen. Für mich besteht die Aufgabe „nur“ darin, herauszufinden welche Entscheidungen sich für mein Leben stimmig anfühlen und danach zu leben.

Natürlich lassen solche Entscheidung jahrelang aufgebaute Verhaltensweisen ins Leere laufen. Diese haben doch für alle Mitglieder des Familiensystems stets gut funktioniert. Das kann bei vielen Menschen natürlich Unverständnis und Unbehagen auslösen. Denk daran: Deine Familie handelt und spricht mit grosser Wahrscheinlichkeit unbewusst des Familiensystems. Für sie kann Dein neues Auftreten komplett unverständlich sein. Es ist natürlich möglich, dass sie sich über Dich wundern und Dein Handeln hinterfragen.

Vielleicht erlebst Du Momente, in denen Du Dich wie das einsame schwarze Schaf fühlst, welches Du aus Erzählungen kennst. Dieses Gefühl ist nicht immer leicht auszuhalten. Du darfst Dir jedoch immer bewusst sein, dass Schafe allgemein mehr verbindet als trennt. Die Farbe des Schafes gibt einzig Auskunft darüber, welchen Regeln sich das Schaf unterstellt. Den eigenen und bewusst getroffenen oder vielleicht doch den unbewussten „das war schon immer so“-Abläufen. Mit dem Verständnis, aus voller Kraft und nach den ureigenen Bedürfnissen zu leben, lässt sich als schwarzes Schaf viel wunderbare Zeit geniessen.

Das Spannende dabei: Wenn Du Dich veränderst, verschiebt sich automatisch das ganze System. Denn wenn ein Stein ins Rollen kommt, gibt es zu Beginn vielleicht ein wildes Runterfallen der umliegenden Steine oder Felsbrocken. Wenn aber alles neu geordnet an seinem Platz liegt, entsteht dadurch jedoch ein schönes Gebilde voller Chancen.

 

Vielleicht findest Du Dich in dieser Beschreibung innerhalb Deiner Familie wieder? Wenn Du magst, tausche ich mich gerne mit Dir über meine Erfahrungen aus.

Ein kostenloses Kennenlerngespräch von 30 Minuten kannst Du hier buchen.

 

Den richtigen Platz für Dich zu finden und nicht mehr durch alte Muster blockiert zu werden, fühlt sich total befreiend an.

 

Denn: Hinter jedem Verlust steckt eine Chance!

 

 

Du willst keine Chancen-Post verpassen? Dann trage Dich gerne hier ein: